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Elektrik und PV-Anlage - ein Thema für sich 

So viele Entscheidungen  - dies Bedarf einer sehr guten Planung

Wenn du die gewünschte Anforderung (Kühlschrank, Wechselrichter, Batterie usw.) für deinen Campervan weißt, dann besorgst du dir die nötigen Komponenten und erstellst einen Einbauplan/Stromlaufplan mit allen Komponenten den Kabelverlauf und deren Absicherung. 


  • Versuche, die Kabellänge bei der Planung so gering wie möglich zu halten - d.h. den Wechselrichter nicht 3 Meter von der Bordbatterie entfernt montieren! Lange Kabelwege = hoher Stromverlust 
  • Achte auf den nötigen Kabelquerschnitt lt. Herstellerinformation deiner Produkte
  • Alternativ gibt es im Internet einfache Rechner für die nötigen Kabelquerschnitte 
  • Ein Hauptschalter für die Bordbatterie und PV-Anlage ist sinnvoll und wird empfohlen
  • Bei 230V Anlagen ist ein FI-LS Schutzschalter zur Absicherung einzubauen
Absicherung der gesamten Elektrik mit den dafür richtigen Sicherungen ist ein MUSS!!


Ein Stromlaufplan ist ein wichtiges Hilfsmittel, damit man bei den vielen Bauteilen und Kabeln nicht den Überblick verliert.
Alle Kabel und Sicherungen am besten schon während des Einbaus zu beschriften, ist ein großer Vorteil – und für spätere Arbeiten eigentlich unverzichtbar.



Los geht`s! -> Frage: was möchtest du außer ein wenig Licht in deinem Camper verbaut haben?

  • Kühlschrank
  • Laptop, Kaffeemaschine, Wasserkocher
  • Lüfter 
  • Standheizung usw.
  • Wie lange möchtest du autark, ohne Landstrom, mit deiner Bordbatterie auskommen 
  • Stehst du nur auf Campingplätzen oder möchtest du auch die Freiheit haben, irgendwo im Nirgendwo frei stehen zu können – ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen?


Wie so oft im Leben sind auch bei den Kosten für die Camperelektrik nach oben hin kaum Grenzen gesetzt.
Eine einfache Low-Budget-Installation im DIY-Bereich beginnt bei etwa 1.000 Euro, kann aber – je nach Anspruch und Ausstattung – schnell auf 5.000 bis 7.000 Euro oder sogar darüber hinaus steigen.




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In meinem Fall war mir folgendes wichtig: Ich brauche Strom für 12V und 230V Verbraucher

  • Licht - 12V
  • Kühlschrank - 12V
  • Standheizung - 12V
  • Akku aufladen - Fahrräder, Laptop und Handy - 230V
  • Lüfter - 12V
  • Warmwasser / Wasserkocher - 230V
  • Föhn - 230V

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Bordbatterie aufzuladen 

 Am besten planst du, mit allen 3 Möglichkeiten deine Batterie aufzuladen  

  • Landstrom
  • PV-Anlage
  • Lichtmaschine

Das Herzstück - die Bordbatterie 

Zwei Arten von Batterietypen, die du kennen solltest:

  • AGM / Gel - Batterie
  • LiFePO4 (Lithium) Batterie

AGM Batterien sind recht kostengünstig, dafür sind sie schwer und haben auch weniger nutzbare Batteriekapazität zur Verfügung, denn diese sollte nicht weiter unter 50% absinken, da die Batterie dadurch Schaden nehmen kann.

LiFePO4 Batterien sind sehr teuer, dafür leicht, langlebig und gut 90% ihrer Batteriekapazität sind problemlos nutzbar >>klare Kaufempfehlung<<


Da ich grundsätzlich gerne frei stehe und mir Autarkie sehr wichtig ist, habe ich meine Anlage so kostengünstig, aber so gut wie möglich ausgeführt.



Ich bin ein Fan von Einzelkomponenten - natürlich sind Kombigeräte genau so gut, doch bei einem Ausfall/Defekt bin ich mit Einzelgeräten weiterhin besser versorgt.


PV Solar - Landstromanschluss - Schalterpanele 

Eine 300W PV Solaranlage ist in den meisten Fällen ausreichend

Am Dach musste hierfür eine Kabeldurchführung gebohrt und montiert werden.

Um die Batterie zusätzlich mit Landstrom laden zu können, wird meist eine Außensteckdose verbaut.

Tipp: Verbaue keine Steckdosen oder Füllstutzen im Bereich der Schiebetür, das kann bei Unachtsamkeit sehr schnell zu einem Schaden führen.

Eine Schalterpaneele darf im Camper auch nicht fehlen - das Spielzeug jeden Mannes :-)



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Meine eingebauten Komponenten:

  • Victron Orion Ladebooster  - Batterieladung über die Lichtmaschine bei laufendem Motor
  • Victron Charger 30A - Batterieladung durch 230V Landstrom - am Campingplatz
  • Victron Solar Laderegler MPPT 100/20 - Batterieladung durch PV-Anlage 
  • 300W PV mit dem Dachträger verschraubt
  • Ective TSI 1500W Wechselrichter -  für alle 230V Geräte im Camper 
  • 150Ah LiFePo4 Batterie - das Herzstück - darunter sollte es nicht sein!
  • Victron Orion 12/12 - Spannungsregler zum Schutz des MaxxFan-Lüfter - dringend empfohlen, um die Platine des Lüfters vor Überspannung zu schützen

Mit diesen Komponenten bin ich bisher aus Erfahrung sehr gut ausgekommen – mit einer Ausnahme: dem Laden unserer beiden E-Bikes. Je nach Wetterlage (Sonne oder Wolken) müssen wir dann doch etwas sparsamer mit der Kapazität unserer Bordbatterien umgehen, vor allem wenn wir länger an einem Ort frei und ohne Landstrom stehen.
In diesem Fall wären eine 600-Watt-PV-Anlage und zwei 150-Ah-Batterien definitiv von Vorteil.


Aber auch hier gilt:

  • was brauche ich wirklich 
  • ist teureres Equipment sinnvoll
  • habe ich im Camper den nötigen Platz sowie die nötigen Gewichtsreserven

Kompromisse gehören bei vielen Entscheidungen im Ausbau einfach dazu, denn ein Camper hat nur begrenzt Platz – und die meisten von uns auch nur ein begrenztes Budget für den Ausbau.


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